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Kategorie: Prävention, Durchblutungstherapie, Untersuchungen
08.10.2012 Halbe Stunde ohne Atmung überleben
Reanimation der Zukunft, so titelt die Medical Tribune in ihrer Online- und Printausgabe vom 21.September 2012. Die 2 - 4 µg großen Bläschen sollen im interstitiellen Endstromgebiet der Lunge den Übergang in das kapillare Gefäßbett der Arteriolen finden und darüber die Versorgung der bedrohten Organe übernehmen. Es wird auch erwähnt, das die Gasbläschen zerfallen, wenn sie den Sauerstoff freigeben. Damit entspricht diese Therapie in etwa der intravenösen Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger.

Bei dieser Öffnet externen Link in neuem FensterTherapie haben die Sauerstoffbläschen keine definierte Größe, aber über die verzögerte Insufflation und die Verwirbelung in der Herzkammer dürften sie am Ende unter anderem auch Größenverhältnisse dieser Art aufweisen, wenngleich die Öffnet externen Link in neuem Fensterintravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger im eigentlichen Sinne eine Reiztherapie ist, die von den für ca. 20 Minuten gesetzten Mikroembolien in der Lunge ihre eigentliche therapeutische Wirkung ableitet. Da Sauerstoff ein frei gewebegängiges Gas ist, wird der Sauerstoff bei den Mikroembolien der Lunge in die vorbeiströmenden kohlendioxidbeladenen Erythrozyten umsteigen und damit die entfernten Organe erreichen. Messungen des Sauerstoffpartialdruckes unter der Therapie zeigen allerdings bei normalsauerstoffversorgten Menschen keinen Anstieg. Es verändert sich auch nicht der Atemantrieb, der ja kohlendioxidgesteuert abläuft.

"Anders ist das bei der Blutgasanalyse. Hier kann bei zeitnahen Untersuchungen, also innerhalb einer Stunde, gezeigt werden, dass sich sogar der COHb-Wert (Kohlenmonoxid) eines starken Rauchers von 11,7 % auf 5,2%  innerhalb von 10 Minuten bei einer Infusionsgeschwindigkeit von 1ml/Minute mehr als halbiert. Bliebe die Blutprobe länger liegen, würde der Sauerstoff wieder abdiffundieren und der COHb-Wert würde nach 5-8 Stunden in der Blutprobe wieder nahezu auf den Ausgangswert zurückfallen.Es drängt sich die Hypothese auf, dass man mit dieser Therapie im Notfall auch direkt vor Ort eine effektive prähospitale Maßnahme bei Intubations- und Beatmungsproblemen und Kohlenmonoxidvergiftungen hätte." Dieses beruht auf einer Laborente und muss revidiert werden. Kontrolluntersuchungen haben das nachhaltig widerlegt. Es besteht für diese Indikation kein Nutzen!

 


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