Dr. Wiechert Gesundheitsnews

From: "Dr. Wiechert Gesundheits-Newsletter" <info@dr-wiechert.com>
Subject: Dr. Wiechert Gesundheits-Newsletter Nachricht
Date: May 29th 2019

Gesundheitsnewsletter vor dem verlängerten Wochenende.


Heute informiere ich Sie im fünften Teil der Videoreihe Burnout "saft- und kraftlos und keiner weiß warum" über das mitochondriale Brennstoffprofil. Es handelt sich um die Mitochondrien der Thrombozyten, die dem Nervenstoffwechsel entsprechen. Sie erfahren etwas über die Problematik des anonymen Patienten und nächste Woche anhand des Bioenergetischen Gesundheitsindex noch ein wenig mehr dazu.

Davon gibt es mehrere, nämlich das der PBMC, also den einkernigen im Blut zirkulierenden Immunzellen, das der CD8-Zellen, die für die Krebsabwehr wichtig sind und der Thrombozyten, die die sich dadurch auszeichnen, dass Sie dem Stoffwechsel der Nervenzellen entsprechen. Da die Thrombozyten keinen Zellkern besitzen, können die Mitochondrien nicht auf das Potential des Genoms, das evolutionär im Zellkern abgelegt ist, zurückgreifen und damit das Messergebnis schönen. Das bedeutet, dass man hier den unverstellten Blick auf die mitochondriale Entwicklung hat. Da die Thrombozyten nur eine kurze Halbwertszeit von ca. 10 Tagen haben, kann man somit schon nach ca. 4 Wochen überprüfen, ob der eingeschlagene Weg auch in die richtige Richtung geht. Der Vergleich der gewaschenen Mitochondrien mit denen unter der der Zugabe des Patientenserums verifiziert es auf die unmittelbare Situation des Patienten. Den wirklichen Nervenzellen, die ja über einen oder gar mehrere Zellkerne verfügen, geht es natürlich noch besser als den Mitochondrien der kernlosen Thrombozyten.


Die Themen:

  • Das Leisure-Sickness-Syndrom oder warum werde ich im Urlaub krank?

  • Epigenetische Phänomene sind an der MS-Erkrankung beteiligt, wie die Zwillingsforschung zeigt.

  • MS und der Einsatz von Flavonoiden

  • Es kommt in Mode, die trockene Makuladegeneration lasern zu wollen, Fachgesellschaften warnen davor!

  • Die AMD, die alterabhängige Makuladegeneration, was sollte in Mode kommen?

  • Rauchverzicht in der Schwangerschaft und der Stillzeit reduziert die Rate des plötzlichen Kindstodes um 22%.


Das Leisure-Sickness-Syndrom oder warum werde ich im Urlaub krank?

Kaum beginnt der Urlaub, fällt der Stress ab und der Körper sieht eine Chance, sich wahrzunehmen. Dabei sinken die stressbedingten Cortisol- und Noradrenalinspiegel, die das Immunsystem unterdrückt haben ab und die Symptome können aufflammen und das Immunsystem wird aktiviert. Somit ist man in den ersten Urlaubstagen krank. Das gilt übrigens auch statistisch für das Auftreten von Kopfschmerzen, Muskel- und Rückenschmerzen grippeähnlichen Symptomen, Magen-Darmbeschwerden, Herzinfarkten am Wochenende oder eben im Urlaub. Daher planen sogenannte Workaholics oder burnoutgefährdete Menschen auch nur Kurzurlaube, damit der Stress gar nicht erst so stark abfallen kann. Wer aber unter so einer hohen Aktivität unterwegs ist, hat auch einen höheren Mikronährstoffumsatz, als die Menschen, die sich nur wenige Stunden am Tag einer vielleicht stressigen Aufgabe stellen, dann aber komplett abschalten können. Mit der Herzratenvarianzanalyse läßt sich übrigens anhand der Auswertung des vegetativen Nervensystems gut zeigen, wie gut die Modulationsfähigkeit im Moment ist. Das ist in meiner Praxis möglich.
Im letzten Newsletter habe ich über die Notwendigkeit der Mikronährstoffversorgung und diese Zusammenhänge berichtet, vielleicht werden Sie noch einmal einen Blick darauf. Wenn Sie also auch von diesem Leisure-Sickness-Syndrom betroffen sind oder betroffen zu sein drohen, dann sollten Sie einen Termin in meiner Praxis vereinbaren! Der nächste Urlaub steht vor der Tür!


Epigenetische Phänomene sind an der MS-Erkrankung beteiligt, wie die Zwillingsforschung zeigt.

Nur in 25% der Fälle erkranken bei eineiigen Zwillingen beide an der Multiplen Sklerose. In einer fünfjährigen Studie wurde gezielt nach Methylierungsunterschieden der DNA geforscht. Hier wurde man insbesondere bei den Immunzellen fündig im Hinblick auf krankheitsassoziierte und auch krankheitsbezogene epigenetische Veränderungen. Als Auslöser konnten einige Medikamente entdeckt werden. Setzte man diese ab, verschwanden die epigenetischen Methylierungen im Laufe der Jahre wieder, meistens schon unter einem Jahr. Teile der Methylierung betreffen die mitochondriale Funktion der Mitochondrien der PBMC, der mononukleären Immunzellen im peripheren Blut. TMEM232 ist Teil der Transmembran-Protein-Familie (TMEM), von der man weiß, dass Sie Teil der Membranen der Mitochondrien, des endoplasmatischen Retikulums, des Golgi-Apparates ist. Die tatsächliche Funktion dieses, die Membran durchdringenden Proteins, ist noch nicht abschließend geklärt, man sieht aber Assoziationen zur atopischen Dermatitis (Neurodermitis) und dem allergischen Schnupfen. Cortisonbehandlung führt wohl über drei Monate zu einer Hypomethylierung weshalb empfohlen wird, dass Patienten mit einer Autoimmunerkrankung im Vorfeld der Therapie gescreent werden sollen, ob Sie darunter eine bessere Prognose haben werden. Die CD-8-Zellen erfahren wohl eine Hypermethylierung. CD-8-Zellen sind auch für die Krebsabwehr wichtig. Hier geht es zur Originalstudie. doi.org/10.1038/s41467-019-09984-3


MS und der Einsatz von Flavonoiden

Man hat geschaut, inwieweit die Flavonoide des Kakaos die Durchblutung im Hirn verbessern und darüber das Fatique-Syndrom oder die Denkfähigkeit oder im Sechs-Minuten-Gehtest die Gehstrecke bei MS-Patienten verbessern. Die hohe Dosis von 10,79 mg Flavonoide/Gramm Kakao führte zu einer signigikant verbesserten Gehstrecke am Rollator, wenn das Kakaogetränk über sechs Wochen jeweils 30 Minuten vor dem Frühstück getrunken wurde. doi: 10.1136/jnnp-2018-319496. Epub 2019 Mar 4.


Es kommt in Mode, die trockene Makuladegeneration lasern zu wollen, Fachgesellschaften warnen davor!

Bei der trockenen Makuladegeneration, der AMD,  entwickelt sich eine zentrale Blindheit. Man sieht also immer nur am Rand des Sehfeldes etwas. In einem Interview mit der Medical Tribune, 54. Jahrgang, Nr. 18, vom 03.05.2019 äussert der Opthalmologe Prof. Finger, dass die Fachgesellschaften von der Laserung der AMD abraten, da es im zahlreichen Fällen zu Netzhautblutungen käme und dass sich eine Progression der AMD durch die Behandlung ergeben kann, insbesondere dann, wenn die Drusen oberhalb des Epithels gelegen waren. Eine Phase-2-Studie (LEAD) zeigte gegenüber einer Scheinlaserung keinen Vorteil. Bei ganz genauer Analyse gab es aber doch bei einigen Patienten eine Verlangsamung des Fortschritts der AMD. Diese spezielle Untergruppe hatte Ablagerungen unter dem retinalen Pigmentepithel.
Subthreshold Nanosecond Laser Intervention in Age-Related Macular Degeneration. The LEAD Randomized Controlled Clinical Trial doi.org/10.1016/j.ophtha.2018.09.015


Die AMD, die alterabhängige Makuladegeneration, was sollte in Mode kommen?

4.000.000 Menschen sind in Deutschland von der altersabhängigen Makuladegeneration betroffen und es ist die häufigste Ursache für Erblindung. Dabei verschwindet das zentrale Sehfeld, an den Rändern kann man noch sehen. Augenärzte verschreiben Produkte, die Lutein, Vitamin C, E, Betacarotin als Provitamin A, Zink, Kupferoxid enthalten, um das Voranschreiten der Erkrankung zu bremsen.

Sie infomieren Sie aber nicht über diese Studie:

Schon 2007 untersuchten der Internist Dr. Kreutzer und der Augenarzt Dr. Beeke an der Paracelsusklinik in Osnabrück 80 Augen von 44 Patienten mit AMD, also der altersabhängigen Makuladegeneration, auf die Auswirkung der intravenösen Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger hinsichtlich der Sehschärfe. Bereits nach drei Wochen verbesserte sich der Mittelwert der Sehschärfe von 34,5% (+/-21,8%) auf 43,2% (+/- 26,6%). Diese Ergebnisse sind hochsignifikant, was in der Forschung immer von besonderer Wichtigkeit ist. Die Werte in den Klammern zeigen die Streubreite an. Somit haben einige Patienten nur eine Sehschärfe von 12,7% und andere eine Sehschärfe von 56,3%. Zwei Monate nach Therapieende lag die durchschnittliche Sehschärfe noch bei 41,9% (+/-26,6%) und nach weiteren zwei Monaten bei 38,8% (+/- 24%). Dieses Ergebnisse sind ebenfalls hochsignifikant.

Erik Beeke, Franz Josef Kreutzer, EHK 2007; 56(12): 740-744; DOI: 10.1055/s-2007-986008

In Kooperation mit einem Augenarzt und einer Optikerin, die sich um den Augenhintergrund und den Visus, also die Sehschärfe kümmern, biete ich bei der altersabhängigen Makuladegeneration Öffnet externen Link in neuem Fensterdie intravenöse Sauerstofftherapie in einem Therapiekontrollkonzept an, das Ihnen fachliche Kompetenz garantiert.
Abweichend von dem Studiendesign warten wir natürlich nicht monatelang, bis die Wirkung nachlässt, sondern wollen mit einer Auffrischungsserie von 3-5 Anwendungen in Folge in jedem Monat dafür sorgen, dass einmal erreichte Erfolge anhalten.

Hier ein Statement einer betroffenen Patientin!


Rauchverzicht in der Schwangerschaft und der Stillzeit reduziert die Rate des plötzlichen Kindstodes um 22%.

Rauchen gerät immer mehr aus der Mode und die Belastung der Gesundheit sinkt dadurch erheblich, insbesondere auch der Passivraucher. Wie verraucht rochen früher die Klamotten nach einer Party und mancher Kopfschmerz war nicht dem Alkohol, sondern dem Rauch geschuldet. Nun hat man geforscht, inwieweit der unerwartete Kindstod nicht nur mit einer zu weichen Matratze, die die Nase des Kindes zu stark einsinken kann, zusammenhängt, sondern mit dem Rauchverhalten der Mutter in der Schwangerschaft. Es wurden 12 Millionen Geburten und 10500 plötzliche Kindstode analysiert. Auswirkungen zeigten sich bereits bei nur einer Zigarette, das Risiko verdoppelte sich und stieg mit jeder weitere Zigarette an, bis sich ab einer Schachtel Zigaretten pro Tag dann kein weiterer Risikoanstieg mehr zeigte. Besonders schlimm waren dann die Zigaretten in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten. In der Summe läßt sich jeder fünfte plötzliche Kindstod auf das Rauchverhalten der Mutter in der Schwangerschaft zurückführen.
doi: 10.1542/peds.2018-3325.

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