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Chelattherapie / Metallausleitung

Diese Therapie zielt darauf ab, die Schwermetalle aus dem Körper auszuleiten und damit eine Entzündungshemmung und Selbstregeneration zu bewirken. Dieses setzt eine Vielzahl von Symptomverbesserungen bei der Arteriosklerose, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Sklerodermie, durchblutungs- und aluminiumspeicherungsbedingter Demenzerkrankungen, primäre dilatative Kardiomyopathie, Tinnitus, Schmerzsyndromen, Altersflecken, Einschränkungen des Immunsystems etc. in Gang.

Das funktioniert natürlich nur bei floriden, also noch nicht vernarbten Prozessen. Hierzu gibt es überwiegend Einzelfalldarstellungen, die rückwirkend die Interpretation erlauben, dass die Verbesserung durch die Metallausleitung zustande gekommen ist. Bevor so eine Therapie geplant wird, ist eine eingehende Befragung zu den Beschwerden, Lebensgewohnheiten, Medikamenten und eine körperliche und Laboruntersuchungnotwendig.> In der Laboruntersuchung, die überwiegend auch in der Bewertung der letzten Laborwerte des Hausarztes bestehen kann, wird ein Ausgangsstatus bestimmt, an dem man sich unter der Therapie als Referenzwert orientieren kann.

Außerdem sollte geprüft werden,was die Chelattherapie bewirken kann. Dazu kann man einen 24-Stunden-Sammelurinvor einer Chelierung und einen nach einer Chelierung sammeln und auf Referenzmetalletesten. Ist der Wert in der zweiten Probe deutlich höher, dann ist bewiesen, dass die Metalle mobilisierbar sind und die Therapie macht auch Sinn. Es kommen verschiedene Substanzen zur Anwendung, die infundiert oder auch geschluckt werden können und zum Teil auch hirngängig sind und somit auch dort die Metalle lösen.

Welche Substanz gewählt wird und in welcher Dosierung therapiert wird, hängt von der auszuleitenden Substanz, vom Gesundheitszustand des Patienten und von dessen Versorgung mit Mineralstoffen ab. Neben der Infusion und Injektion gibt es auch die Behandlung mit Kapseln, Tabletten und Zäpfchen. Die Infusionsbehandlung dauert ca. vier Stunden. Die Anzahl der Anwendungen orientiert sich am Therapieverlauf und den jeweils in der Kontrolle noch mobilisierbaren Schwermetallen. Dabei sollte man berücksichtigen, dass zunächst das Metall mit der höchsten Bindungskapazität zum Chelatbildner ausgeschieden wird.

Aus Kostengründen ist es daher unter Umständen sinnvoll, zunächst nur dieses Metall als Verlaufsparameter zu kontrollieren.Ein Kontrolle kann alle 10 Anwendungen sinnvoll sein. Mehrere Behandlungszyklen in mehrmonatigem Abstand zeigen gute Erfolge. Zwei Behandlungen pro Woche erlauben dem Körper eine ausreichende Homöostase für die folgende Chelierung. Ausnahmen bilden Chelate, die nicht hirngängig sind und von einem  Fließgleichgewicht des Konzentrationsausgleichs ihre Wirkung ableiten. Hier kann das Intervall auch zwei Monate betragen. Die Behandlung wird überwacht, es droht z. B. die Unterzuckerung unter Infusion.

Die Dosierung und Auswahl der Medikamente sollte an der zu erwartenden Belastung mit Metallen ausgewählt werden. Grund dafür sind die unterschiedlichen Bindungskapazitäten und die zu erwartende gelöste Metallmenge, die dann in den Entgiftungsorganen Schäden auslösen kann, wenn zuviel auf einmal gelöst wird.

Als Kontraindikationen gelten tubuläre Nierenschäden, hämorrhagische Diathesen, Kalziummangelzustände (Hypoparathyreoidismus) und schwere Herz-Kreislauferkrankungen; ein Herzinfarkt sollte mindestens drei Monate zurück liegen. Bekannte allergische Reaktionen auf die Chelatsubstanz verbieten ebenfalls die Anwendung.

Bei relativen Kontraindikationen muß entsprechend der Untersuchungsergebnisse im Einzelfall entschieden werden. Generell gehört auch eine Lifestyleveränderung mit den Ernährungs- und Trinkgewohnheiten und der Bewegung mit zum Therapieerfolg und der Erfolg kann sich dadurch stabilisieren. Individuell können weitere komplementärmedizinische synergistisch empfohlen werden.

Ich berate Sie gerne ganz individuell und freue mich auf einen Termin mit Ihnen in einer meiner Praxen.

Herzliche Grüße

Dr. Dirk Wiechert