Kategorie: Prävention, Immuntherapie, Therapie
15.12.2019 Der Rantes-Wert CLL-5 und die Effektivität von CD-8-T-Lymphozyten auf Tumorzellen hängen eng miteinander zusammen.
Rantes-Wert, Regulated and normal T-Zell expressed and secreted CCL-5. Unter diesen Begriffen kann man zu dieser Thematik recherchieren. Kritiker führen an, dass Prof. Lechner und Dr. von Baehr die nahezu einzigen Autoren seien, die zum Rantes-Wert publizieren und dieses Wissen daher als nicht relevant einstufen. Diesen Kritikern muss man dann aber vorwerfen, dass Sie wohl nicht unter den Synonymen recherchiert haben und sich daher etwas zu weit aus dem Fenster hängen. RANTES = Regulated and normal T-Zell expressed and secreted CCL-5; ein Zytokin. Dieser Artikel erfordert etwas Konzentration, aber die Essentials sind sehr gut aufgearbeitet und jeder sollte sich mit diesem Thema auseinandersetzen, denn fast jeder ist auch davon betroffen!   Eine Auflistung einer Literaturrecherche zu Rantes und anderen Erkrankungen finden Sie in dem verlinkten Artikel von Dres. Lechner und v. Baehr. Die Allergie zeigte in 2017 9500 Veröffentlichungen, die Beziehung zu Krebs-Reviews 9410 und zu Rheuma und Gelenkentzündung 7310 Veröffentlichungen. Also kein unwichtiges Thema!

RANTES  = Regulated and normal T-Zell expressed  and secreted CCL-5; ein Zytokin.
Dieser Artikel erfordert etwas Konzentration, aber die Essentials sind sehr gut aufgearbeitet und jeder sollte sich mit diesem Thema auseinandersetzen, denn fast jeder ist auch davon betroffen!

Eine Auflistung einer Literaturrecherche zu Rantes und anderen Erkrankungen finden Sie in dem verlinkten Artikel von Dres. Lechner und v. Baehr. Die Allergie zeigte in 2017 9500 Veröffentlichungen, die Beziehung zu Krebs-Reviews 9410 und zu Rheuma und Gelenkentzündung 7310 Veröffentlichungen. Also kein unwichtiges Thema!

https://de.wikipedia.org/wiki/CCL5, hier lesen Sie:
CCL5 ist an Entzündungsprozessen beteiligt. CCL5 wird unter anderem von zytotoxischen T-Zellen gebildet und bindet T-Zellen, Monozyten und Eosinophile durch Bindung der Rezeptoren CCR3, CCR5und CCR1. CCL5 aktiviert den GPCR GPR75.
Der Hinweis auf die Eosinophilen deckt sich mit meiner Beobachtung, dass der Rantes-Wert sich unter der Anwendung der intravenösen Sauerstofftherapie normalisiert, später, in der Therapiepause, aber wiederkommt.

Links zum kostenfreien Studiendownload finden sich auf der Seite von Prof. Dr. Lechner.

Rantes fördert dauerhaft einen Entzündungsprozess, wobei  sich in diesen Rantes-produzierenden Herden der Studie von Prof. Dr. Lechner und Dr. v. Baehr erstaunlicherweise die IL-1-RA, MCP1 und FGF2, aber nicht TNFa, IL-1ß, IL-6, IL-8 finden lassen.
Es besteht also eine Entzündung und doch keine. Das ist nicht verwunderlich, denn in chronisch entzündeten Gelenken sind auch oftmals IL1ß und IL-RA im Gleichgewicht.

Prof. Dr. Lechner hat diese Gewebeproben aus den NICOs geholt. Diese Abkürzung NICO ergibt sich auch Neuralgia inducing Cavitational Osteonecrosis. Es geht also um eine Nekrose, also ein Absterben von Kieferknochengewebe, wodurch es eine Kavität, also eine Aushöhlung gibt. Diese ist oft mit fettigem oder flüssigem Gewebe gefüllt und darin wurden diese im letzten Abschnitt aufgeführten Botenstoffe gefunden. Dieser Prozess soll nun eine Neuralgie, also eine schmerzhafte Reaktion der Nerven, auslösen.

Neuere Bezeichnungen lauten FDOK: Fettig degenerative Osteolyse des Kieferknochens.

Die Ursache für das Absterben der Knochenbälcken wird in einer Ischämie, also einer verminderten Sauerstoffversorgung gesehen. Häufig findet sich das an Stellen gezogener Zähne, deren Höhle nicht richtig ausgeräumt wurde und an Bereichen, wo z. B. Lokalanästhetika mit Adrenalinzusatz die Blutgefäße zu lange kontrahiert haben. (Theorie)
Wenn Sie sich also die Links der Botenstoffe anschauen, werden Sie sehen, dass die FGF2 Wachstumsstoffe für die Gefäßneubildung sind und dass sie sich dabei von MCP1, also Stoffen, die Unterstützung anfordern, helfen lassen, die aber offensichtlich nicht greift. IL-1RA unterdrückt die Entzündung, die für die Neubildung der Knochenbälkchen hilfreich wäre. Dieser Effekt wird z.B. über die TRP-Rezeptoren bei Lokaanästhetikagabe des Lidocains kurzfristig induziert und mündet dann in Entzündungshemmung.

Betrachtet man die Werte in der Graphik des verlinkten Artikels, so könnte man das Ergebnis wie folgt interpretieren:
Rantes-CCL5 ist am stärksten vertreten und ruft immer lauter, wird aber nicht so richtig vor Ort, sondern woanders im Körper gehört, was wir als erhöhte Histaminfreisetzung aus basophilen Granulozyten, Gelenkbeschwerden, Krebsprogression etc. wahrnehmen, während die Quelle allen Übels stumm und unerkannt vor sich hinbrütet.

Dieses "still und unerkannt" beruht darauf, dass totes Gewebe nicht durchblutet wird und eine geringe Stoffwechselaktivität zeigt, es fällt also in Kontrastmitteluntersuchungen nicht auf und das auch nicht im MRT oder im klassischem Röngtenbild, sondern es bedarf der DVT-Aufnahme und des geschulten Auges des Diagnostikers.  DVT =  Digitale Volumentomographie oder am Zahn, dann Dentale Volumen-Tomographie. Es gibt auch noch die Dünnschicht-CT-Aufnahme.

Diese DVT erlaubt es auch zu unterscheiden, ob
Prozesse aus den Nasennebenhöhlen oder von den Zähnen oder dem Kieferknochen kommen. Es sieht keine anderen Gebiete des Körpers, aus denen die Freisetzung auch kommen kann, aber zu 90% soll es der Kieferknochen sein.

Hier ein Fachartikel mit Beispielen zur Diagnostik und Therapie.

Rantes setzt am G-alpha-q-Rezeptor (Gaq) an. Die G-Proteine sind wichtige Schaltzentralen für die Wirkung von Licht-, Geruchs- und Geschmacksreizen, Entzündungsprozessen, der gezielten Bewegung von Zellen und auch Immunzellen, deren Differenzierung und Wachstum, aber auch für die Wirkung von Hormonen wie Adrenalin und Glucagon oder der Neurotransmitter Serotonin und Acetylcholin, letzterer ist wichtig bei der Demenz!

Wie Rantes CCL5 diese Wirkung durch Kontakt zu dem G-alpha-q-Proteinrezeptor (Gaq) bis zum NFkB induziert, zeigt dieses verlinkte Schaubild.
Interessant ist hierbei, dass Procain ebenfalls an diesem G-alpha-q-Proteinrezeptor ansetzt und darüber eine entzündungshemmende Wirkung entwickelt. G?q steht für einen extrazellulären Reiz durch Acetylcholin oder ?-Adrenergica und wirkt hemmend auf Adenylat-Cyclase (Ca-Einstrom) bzw. Phosphodiesterase sowie aktivierend auf K-Kanäle (K-Einstrom). Dieses beschreibt der Kollege Dr. Uwe Günther, Orthopäde in Berlin, sehr genau.

Procain wirkt antidepressiv, schmerzlindernd, antientzündlich.

Ein Artikel zur neuraltherapeutischen Wirkung von Procain bei intravenöser Gabe.

Anders als bei einem Tumorgeschehen, wo CLL-5 im Tumor gewollt ist, sollte CLL-5 in der Tumorprophylaxe, als im Blut zirkulierendes Signalprotein, vermieden werden.

Hier geht es mit den Informationen zur Überschrift weiter:

Der Rantes-Wert CLL-5 und die Effektivität von zytotoxischen CD-8-T-Lymphozyten auf die Bekämpfung Tumorzellen hängen eng miteinander zusammen. Es kommt noch CXCL-9 hinzu. Werden diese in den Tumorzellen vermindert gefunden, dann haben die CD8-Immunzellen geringere Chancen den Tumor zu bekämpfen und dort setzt die Therapie der sogenannten Checkpointinhibitoren an.

Diese wirken in etwa einen Dritttel der Fälle, bewirken nichts, in einem Drittel der Fälle und erzeugen schwerste Autoimmunerkrankungen in einem Drittel der Fälle, so dass sie wegen dieser Gefahr nur als ultima ratio eingesetzt werden.

In Krebszellen ist CLL-5 wichtig, weil es dort eine Entzündung induziert, die die vermehrte Bildung von CXCL-9 in den Granulozyten und somit den Angriff des Immunsystems mit zytotoxischen T-Zellen auf den Tumor fördert. Will man also die Prognose einer Krebserkrankung und die Sinnhaftigkeit der Therapie mit Checkpointinhibitoren mit PD1-Antikörpern erfassen, sollte man die Tumorzellen auf den Gehalt an CLL-5, CXCL-9 und zytotoxischen CD-8-Zellen bestimmen.
DOI: 10.1016/j.ccell.2019.05.004

Die Bedeutung zu NFkB, eine Weichenstellung der Krebsentstehung, siehe in dem verlinkten Schaubild weiter oben!

Mit dem bioenergetischen Gesundheitsindex der CD-8-Zellen im peripheren Blut kann man auch deren Leistungsfähigkeit erfassen. Gibt man Ihr Serum zu den gewaschenen Mitochondrien hinzu, kann man erkennen, ob in Ihrem Blut eine funktionsförderliche oder hemmende Situation vorliegt. Somit kann man die tagesaktuelle Situation reproduzierbar abbilden. Bewahrt man das Serum auf, kann man es auch in Verlaufsmessungen überprüfen.

Alles was unter dem Begriff Chemotherapie unterwegs ist und dazu gehören auch ganz normale Antibiotika, schädigt die Effektivität der Tumorkiller-Immunzellen, weil es die Mitochondrien der Immunzellen beschädigt. Ohne Immunzelleffektivität, insbesondere der NK-Zellen, kann ein Körper keine Tumorzellen bekämpfen.

Tumorzellen benötigen wie normale Zellen auch die Mikronährstoffe. Verweigert man diese den Tumorzellen während der Therapie, verzögert man möglicherweise auch deren Zellteilungsrate. Die aber sollte während einer Chemotherapie besonders hoch sein, denn nur dann können Sie durch Chemotherapeutika geschädigt werden. Dieser Gedanke wird aus meiner Sicht nicht ausreichend berücksichtigt.



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