Kategorie: Prävention, Durchblutungstherapie
27.10.2019 Wer sein Blutdruckmedikament abends anstatt morgens einnimmt, lebt im Durchschnitt länger. Der Unterschied der Sterberate im Vergleichszeitraum beträgt 45%!
Blutdruckmedikamente sollten zum Schlafengehen eingenommen werden. Die Nachtabsenkung und der nächtliche systolische Blutdruck sind die besten Vorhersageparameter für Herzkreislaufereignisse und Todesfallraten.

Eine Studie an 19.000 Bluthochdruckerkrankten, bei denen jeweils die Hälfte die Blutdruckmedikation morgens und die andere zum Schlafengehen einnahm, zeigte, dass nach 6,3 Jahren 1752 Teilnehmer verstorben waren. In der Gruppe der Zum Schlafengehen-Einnahme war die Sterberate aber um 45% geringer. Die kardiovaskulär bedingten Todesfälle waren in der Abendgruppe um 66% verringert.
Die kardiovaskulären Ereignisse waren ebenfalls vermindert und zwar der Herzinfarkt um 44%, die Herzschwäche um 42%, die Wiedereröffnung der Herzkranzgefäße um 40% und der Hirninfarkt um 49%.

48-Stunden-Blutdruckmessungen bestätigten, dass die abendliche Einnahme des Blutdruckmedikamentes den Blutdruck sowohl nachts als auch tagsüber signifikant besser senkte. Es zeigte sich auch, dass die Nachtabsenkung, also der systolische Blutdruck im Schlaf, die stärkste Vorhersagekraft auf das kardiovaskuläre Risiko hat.
https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehz754

Also liebe Patienten!

Ab jetzt werden die Blutdruckmedikamente abends eingenommen und wir führen die 24-Stunden-Blutdruckmessung auch nachts durch. Wehe, wenn noch einmal einer oder eine, die Manschette in der Nacht abbaut!


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