Kategorie: Zecke, Aktuelles zur Zecke
04.02.2018 Neuer Beweis, dass intakte Borrelien trotz Antibiose und negativem Antikörperstatus im Gewebe zu finden sind.
Ein neuer Beweis, dass intakte Borrelien trotz Antibiose und negativem Antikörperstatus im Gewebe zu finden sind, wurde an Rhesusaffen ermittelt. Trotz Antibiose fanden sich nach 7 -12 Monaten nach einer vierwöchigen Antibiotikatherapie noch intakte Borrelien in Gelneken, Hirn peripherem Nervensystem und Skelettmuskel. In 20% der Fällen waren keine Antikörper im Serum zu finden. Das entspricht den Erfahrungen mit Non-Respondern auf bestimmte Impfungen, was sich bei Borrelienkontakt als blinde Seronarbe wohl besonders oft zeigt.

Rhesusaffen wurden mittel Zeckenbiss mit Lyme-Borreliose infiziert und vier Wochen mit Doxycyclin behandelt. Die Nachbeobachtung betrug 1,2 Jahre. Dabei wurde im 7-12-Monatsintervall immer noch ein Infektionslevel festgestellt. 20 Prozent der Affen hatten trotz negativer Antikörpertests Borrelien in Herz und Blase. Ausserdem konnten bei behandelten und unbehandelten Affen die intakten vermehrungsfähigen Erreger in Gelenken, Hirn, peripheren Nerven und Skelettmuskulatur nachgewiesen werden.  Es wird Zeit, dass die deutsche Lehrmeinung und Leitlinie korrigiert werden!
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