Kategorie: Prävention, Immuntherapie, Tumortherapie, Untersuchungen
29.06.2016 Schon ein kleiner Zinkmangel zieht gravierende Stoffwechselveränderungen nach sich
Der Mensch ist dem Schwein sehr ähnlich. So gibt es Schweineinsulin, Schweineherzklappen, Schweinenieren, die auf den Menschen erfolgreich transpantiert werden. Daher sind die Stoffwechselvorgänge im des Allesfressers Schwein denen des Menschen sehr ähnlich. Wenn in der Masttierhaltung Abweichungen in der Entwicklung auffallen, werden diese Ursachen sofort untersucht, denn eine zeitliche Verzögerung zur Schlachtung bedeutet eine ungünstige Auslastung der Ställe und einen erhöhten Futterverbrauch und mehr Personalkosten pro kg Fleisch. Hier geht es um die Auswirkung des Minerals Zink, das auch für den Menschen sehr wichtig ist, aber leider kaum Beachtung erfährt.

In der Tierhaltung geht es um schnelle Erfolge und jede Verzögerung der Entwicklung der Tiere wird gerade in Masttierbetrieben peinlich genau erfasst und deren wirtschaftliche Auswirkung, potenziert um die Anzahl der Teilnehmer, also der Masttiere, in klaren wirtschaftlichen Zahlen aufbereitet. So ist dieser Zweig der Forschung entweder besser finanziert oder angetrieben von anderen Zielen auch besser motiviert, um herauszufinden, warum hier etwas schief läuft.
Gearbeitet wird Öffnet externen Link in neuem FensterAgrarnetz.com wie verlinkt.
Wenn nur ein minimaler Zinkmangel besteht, der Körper also bereits damit beginnt, diesen Vitalstoff sich einteilen zu müssen, da er nicht weiß, wann dieser wieder geliefert wird, aktiviert er einen Improvisationsstoffwechsel. Man sieht beim Schwein, wie der Körper effizienter mit der Ressource Zink umgeht, dieses zeigt sich besonders bei der Ausscheidung über die Bauchspeicheldrüse, also dessen Verdauungsenzymen. Leider ist das ein Circulus vitiosus, denn wenn die Verdauung nicht funktioniert, wird die Zinkversorgung nicht besser. Durch die Einnahme von Magensäurehemmern erzeugt man so eine Einschränkung der Verdauung auch künstlich. Patienten mit Immunschwäche bzw. rezidivierenden Infekten, Diabetes mellitus, exokriner Pancreasschwäche, chronisch entzündlicher Darmerkrankung, Unfruchtbarkeit bzw. deutlich eingeschränkter Spermienqualität (Sperma ist extrem zinkhaltig), Schuppenflechte, Neurodermitis, Kryptopyrrolurie, Akne, Fischschuppenerkrankung, Krebs etc. müssten an dieser Stelle das erste riesengroße AHA-Erlebnis haben.
So eine Veränderng des Stoffwechsels fällt in der Überwachungsmaschinerie der Tierzucht auf, beim Menschen aber interessiert das niemanden, Hauptsache, dass die Werte sich irgendwie im Normbereich befinden, mal abgesehen davon, ob dieser Wert überhaupt auf Initiative des Hausarztes nebst Komplexpartner kontrolliert wird. (Die Alkoholdehydrogenase ist zinkabhängig, Öffnet externen Link in neuem FensterAlkohol ist auch in Fruchtsäften oder Kefir enthalten.) Ein Vergleich von Serum- versus Vollblutmineralanalysen unter Beachtung der Komplexpartner wird von vielen Kassen, als unwirtschaftlich oder nicht wissenschaftlich belegt, abgelehnt.
Beim Schwein, von dem wir uns ja nur in der Reihenfolge weniger Aminosäuren unterscheiden und dessen Insulin seit vielen Jahren beim Menschen zum Einsatz kommt, dessen Organe, wie Herzklappe oder Nieren sogar transplantiert werden, hat man nun experimentell nach dem Abstillen einen Zinkmangel zugelassen und das Experiment nach acht Tagen abgebrochen, weil die Folgen ab dem 10. Tag wohl katastrophal werden.
Zink ist an über dreihundert Stoffwechselprozessen beteiligt und mit dem Zinkfingerprotein auch für das Ablesen der Erbinformation verantwortlich. Zink zieht sich wie ein roter Faden durch meine Newsletter.

Hier die Veröffentlichung der Studie der TU-München! Es finden sich dort im Anhang auch Links zum Immunsystem und dem Darm.


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