Kategorie: Prävention, Therapie, Untersuchungen
07.12.2015 EPA und das Vitamin B12 haben einen synergistischen Effekt auf die Homcysteinsenkung!
Homocystein ist ein eigenständiger Parameter für das Risiko eines Hirn- oder Herzinfarktes. Nun konnte gezeigt werden, dass nicht nur Vitamin B12 eine Senkung des Homocysteinspielels bewirkt, sondern auch die Optimierung des Blutspiegels der EPA, der Eicosapentaensäure. Besonders beachtenswert ist, dass beide Therapieansätze für sich wirken, sich in der Kombination dann aber auch synergistisch verhalten. So senken 1000 µg B12 den Homcysteingehalt um 22% und 2 g EPA um 19%, zusammen schaffen sie aber 39%, wie eine doppelblinde, randomisierte Studie über einen Zeitraum von 8 Wochen zeigen konnte. Interessant ist, dass auch der HDL-Cholesterinspiegel in den Fischölgruppen anstieg, während die Triglyceride, das CRP, die Glukose und das Ferritin als Entzündungsmarker, abfielen.

Öffnet externen Link in neuem FensterDer Homocysteinspiegel kann durch hohen Kaffeegenuss, übermäßigen Alkoholkonsum, Nikotin, Bewegungsarmut und Körperübergewicht, aber auch durch einen Mangel an den Vitaminen B6, B9 und B12 erhöht werden. Nicht selten liegt auch eine genetische Veranlagung durch ein Mutation des MTHFR-Gens vor. Öffnet externen Link in neuem FensterHomcystein ist über seine SH-Gruppe stark reaktionsfreudig und bildet -S-S-Homodimere (Homocystin) oder Heterodimere mit Cystein. Dabei entstehen Sauerstoffradikale, die das umgebende Gewebe schädigen. Im Blut sind das zunächst die Blutgefäßwände, wodurch sich das arteriosklerotische und thrombogene Risiko erhöhen.  Es werden aber auch Zusammenhänge zur Öffnet externen Link in neuem FensterDepression und zur Makuladegeneration beschrieben. Klassischerweise behandelt man die erhöhten Werte mit der Korrektur der Ursachen und bei der genetischen Veranlagung werden auch höhere Dosierungen der B-Vitamine gegeben.

Neu ist die Erkenntnis, dass auch die Öffnet externen Link in neuem FensterEicosapentaensäure eine Senkung des Homocysteinspiegels bewirkt.

Interessant ist, dass auch der HDL-Cholesterinspiegel in den Fischölgruppen anstieg, während die Triglyceride, das CRP, die Glukose und das Ferritin als Entzündungsmarker, abfielen.

In der Konsequenz kann ich nur jedem empfehlen, dass er Öffnet externen Link in neuem Fensterseine Fettwerte aus der Erythrozytenmembran messen lässt, um sie dann anschließend zu optimierenÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Beim Auto macht man das doch auch, mal so als Hinweis für die Männer unter meinen Lesern.

 

 


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