Kategorie: Sonstiges, Prävention, Therapie, Untersuchungen
04.09.2014 Schon bei prädiabetischer Stoffwechsellage und Insulinresistenz leiden Blutgefäße und Nerven
Eine Neuropathie findet sich nicht nur an den peripheren Nerven, so dass man Gefühlsstörungen, eingeschränktes Kälte-Wärmeempfinden, weniger Sensitivät erfährt oder sogar brennnende Füße und trockene Haut bekommen kann, sondern erhöhte Zuckerwerte belasten und die Augen, das Gehirn und eigentlich alle Organe. Eine besondere Schädigung zeigt sich bei dem autonomen vegatativen Nervensystem, das mit der Herzratenvarianzanalyse zu erfassen ist. Man spricht dann von der kardialen autonomen diabetischen Neuropathie KADN.

Die KORA-Studie wies über ein Zeitfenster von neun Jahren nach, dass das Risiko an dieser Beeinträchtigung der Herzregulation zu sterben, sich um 58 Prozent erhöhte. Somit sollte im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung nicht nur nach dem Blutzucker und Langzeitblutzucker, sondern auch nach der Insulinrezeptorresistenz geschaut werden. Beeinträchtigungen lassen sich durch Ernährungumstellung, Gewichtsreduktion, Steigerung der Alltagsaktivität, D-Galaktose, Curcumin, Ingwer, Resveratrol und Medikamente erzielen. Eine weitere Reduktion der stillen Entzündung, der silent inflammation, kann zusätzlich  mit den polyphenolstabilsierten Omega-3-Fettsäuren und der Oxyvenierung erreicht werden. Die Bildung von freien Radikalen, den Advanced Glysation Products, läßt sich mit dem Provitamin B1, dem Benfothiamin, vermindern.Die Untersuchung einer Beeinträchtigung des autonomen vegetativen Nervensystems kann unkompliziert anhand der Herzratenvarianzermittlung mit der VNS-Analyse erfolgen. Liegt eine Unbeeinflussbarkeit durch die Atemübungen vor, so ist von einer anderen Ursache als der Psyche, für diese eingeschränkte Modulationsbreite auszugehen. Die erhöhten Blutzuckerwerte sind dafür eine mögliche Ursache. Sofern die Herzratenvarianz beeinflussbar ist, liegt die Ursache oft im chronischen Stresslevel, den man beeinflussen kann. Wie gefährlich so ein Stress ist, lässt sich schon allein an der Zunahme der Notarzteinsätze für Herzkreislaufereignisse bei der emotionalen Stresssituation der Fußballweltmeisterschaft ablesen, bei der der Zusacheuer selbst ja vom Erfolg oder Mißerfolg der Mannschaft nicht direkt betroffen ist.


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