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Kategorie: Prävention, Durchblutungstherapie, Untersuchungen, Schmerztherapie
30.07.2013 Neue offizielle Risikobewertung für NSAR, hier Diclofenac
Die Zulassungsinhaber von Diclofenac informieren im Rote-Hand-Brief über die neuen Kontraindikationen und Risikoabwägungen von Diclofenac. Da es für die NSAR auch Gruppeneffekte gibt, ist davon auszugehen dass weitere Veröffentlichungen zu den anderen NSAR folgen werden.   Somit bestätigt sich meine Zurückhaltung in der Verordnung dieser Medikamente, wie meine Patienten hier bestätigt sehen. Für die intravenöse Sauerstofftherapie ist die Einnahme von NSAR sowieso eine Kontraindikation, weil die positiven Effekte der Prostaglandinfreisetzung, die zu einer Gefäßerweiterung und verbesserten Nierenfiltrationsleistung führen, dadurch verhindert würden. Demnach verbietet sich diese Medikation bei allen Erkrankungen, die mit einer Durchblutungseinschränkung einhergehen, zumindest ist eine sehr strenge Risiko-Nutzen-Abwägung zu treffen. Es möge bitte jeder mit eingeschränkter Nierenfunktion, Maculadegeneration, Angina pectoris, Wundheilungsstörungen mit Amputationsgefahr, Neigung zu kalten Fingern und Füßen etc. schauen, ob er eine NSAR-Medikation in seinem Medikamentenplan hat und dann das Gespräch mit seinem verordnenden Arzt führen. Bite beachten Sie auch, dass NSAR in niedriger Dosierung frei verkäuflich sind. Das mindert aber nicht deren Risiko.

DerÖffnet externen Link in neuem Fenster Rote-Hand-Brief zu Diclofenac vom 15.07.2013 beschreibt die Veränderungen im Einzelen. Die verschiedenen Präparate sind ebenfalls erwähnt.

NSAR blockieren die Wirkung der Öffnet externen Link in neuem FensterCyclooxygenasen, dass sind Enzyme, die Öffnet externen Link in neuem FensterProstaglandine produzieren. Einige dieser Prostaglandine sind entzündungsfördernd und schmerzfördernd, andere bewirken einen Magenschutz, eine Gefäßerweiterung, Schlafverbesserung etc..

Die Wirkung dieser NSAR setzt am Öffnet externen Link in neuem FensterArachidonsäurestoffwechsel an. Die Entzündung wird gehemmt,Öffnet externen Link in neuem Fenster das Missverhältnis der schmerzfördernden, gefäßverengenden, gerinnungsfördernden Arachidonsäure zu ihrem Gegenspieler, der meist schwachen Eicosapentaensäure, bleibt aber bestehen, so dass der Patient bald wieder eine Tablette braucht.

Daher bestimme ich gerne den Fettsäurestatus von Öffnet externen Link in neuem FensterOmegametrix mit 26 Fettsäuren aus der Erythrozytenmembran, der mir ein Langzeitergebnis der letzten 60 - 90 Tage liefert. Auf deren Seite werden auch weitere Indikationen benannt. Dieser Test kostet zur Zeit 65,- €. Anhand der Ergebnisse ist hier zunächst das zu optimieren, was den natürlichen Weg der Schmerzhemmung, Durchblutungsverbesserung, Gerinnungsharmonisierung ausmacht.


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