Kategorie: Untersuchungen, Sonstiges, Prävention
04.07.2011 Histaminunverträglichkeit, Histapenie oder Histadelie, biogene Amine, Histaminintoleranz, Verschiebungen im Mineralhaushalt der Spurenelemente, Metallbelastung
Neben der Histadelie, einem "Zuviel an Histamin", siehe dazu den Artikel Histaminunverträglichkeit unter Patienteninformationen, gibt es auch ein "Zuwenig an Histamin", die Histapenie. Bei diesem Befund findet man meistens auch zuviel Kupfer evt. auch Eisen, Blei und Quecksilber sowie zu wenig an Zink und Mangan im Blut. Sich daraus entwickelnde Krankheitsbilder können psychische Erkrankungen wie Schizophrenie, Halluzinationen, Paranoia, gestörte Gedankenabläufe und erhöhte EEG-Erregbarkeit des Gehirns (Hirnstrommessung), aber auch Zahnkaries sein.

Ergänzend zu den oben beschriebenen Krankheitsmöglichkeiten finden sich erhöhte Kupferwerte auch bei Epileptikern, Alkoholvergiftungen, Infektionskrankheiten und Krebs. Man sollte also am besten auch immer eine Kontrollmessung nach 1-2 Wochen veranlassen, um nicht irrtümlich einer Verschiebung bei einer akuten Infektion aufzusitzen.

Hohe Kupferwerte gehen auch oft mit einem Niacinmangel (Vitamin B3 Nicotinamid, auch B5 genannt seltener PP-Faktor (Pellagra-Preventing-Faktor) einher, der dann zu den drei D´s, nämlich 

 

  • Dermatitis (Hautentzündung), Geschwüre der Lippen, hier findet man auch niedrige Histidinwerte (Baustein für Histamin)  in der Haut,
  • Demenz (eingeschränkte Hirnleistung),
  • Diarrhoe (Durchfall) und manchmal auch die Zunge entzündet, sogenannte Schwarzzungenerkrankung;

Niacin kann aus Tryptophan gebaut werden, Tryptophan wird aber auch für die Serotoninproduktion benötigt und kann hier im Mangel zu Stimmungsschwankungen führen;

auch Vitamin-C-Mangel begünstigt höhere Kupferwerte und Kupfer kann Vitamin-C zerstören, somit bedeutet ein erhöhter Kupferspiegel auch immer einen erhöhten Vitamin-C-Bedarf;

das gilt auch für die hormonelle Kontrazeption und das letzte Schwangerschaftstrimenon,

Histaminabbauende Enzyme sind kupferhaltig, bei hohen Kupferspiegeln findet man auch höhere Diaminooxidasespiegel (DAO) (histaminabbauendes Enzym) im Blut und einen Rückgang der Histaminspiegel im Blut. Gleichzeitig gehen hohe DAO-Spiegel oder deren hoher Umsatz mit niedrigen Histidinspiegeln, der Ausgangssubstanz für Histamin, einher.

Stellgrößen der Therapie sind also die Korrektur der Mineralverschiebungen und der Vitaminausgleich.

 


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