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Kategorie: Therapie, Schmerztherapie, Durchblutungstherapie, Lymphdrainage
20.06.2011 Pneumatische Lymphdrainage bei Lymphödemen durch Herzschwäche, nach Operationen, bei Tumoren, aber auch bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit.
Mit der pneumatischen Lymphdrainage können wir Arme und Beine entstauen. Die 12 Luftkammern erhöhen von den Fingern oder Zehen her den Druck bis zum Extremitätenansatz , also Schulter oder Becken, bis zur frei wählbaren Druckhöhe. Die Behandlungsdauer kann bis zu einer Stunde ausgwählt werden. Der Druck kann zwischenzeitig variiert werden. Die Wirkung ist in der Umfangmessung nachprüfbar. Stärkere Ödeme, insbesondere nach Operationen und bei Tumoren, benötigen die tägliche Anwendung, manchmal vielleicht sogar 3x/Tag. Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kann das Bein oft nur nach unten gehalten werdn, um eine fast passive Blutzufuhr zu erzielen. Wegen der Schmerzen erfolgt oft keine aktive Muskelvenenpumpe, so dass sich der Druck im Gewebe auch hier erhöht und die Blutzufuhr noch weiter einschränkt. Hier kann man mit niedrigsten Drücken den Abtransport des verbrauchten Blutes fördern und damit Platz für den Zufluss frischen Blutes schaffen. Hierfür ist quasi eine Dauertherapie notwendig. In solchen Fällen kann man, wenn wir in der Praxis die Wirkung nachgewiesen haben, so ein Gerät auf Rezept und nach Genehmigung durch die Krankenkasse, auch für die Heimanwendung leihen.

Am 04.07.2012 findet zu diesem Thema ein interessanter Vortrag statt.
Öffnet externen Link in neuem FensterLymphödeme - wie entstehen die, was kann man tun ? Vorführung der pneumatischen Lympdrainage

Oft sind Lymphödeme so tüchtig ausgeprägt, dass die Haut zu platzen droht. Außerdem ist durch den Druck in der Extremität die Durchblutung und durch den Schmerz und die Weichteilhemmung auch die Bewegung eingeschränkt.

Die entwässernde Medikation ist oft schon bis an den Rand der Verträglichkeit ausgereizt.

Termine bei den Physiotherapeuten sind oft seltener, als man es gebrauchen könnte.

Mit diesem Gerät können wir in der Praxis den Nachweis erbringen, dass Sie durch die längere Anwendungszeit sofort messbare Ergebnisse erzielen.

Die Anwendung ist ganz einfach, Sie ziehen eine Luftkammermanschette, die mit einem Reissverschluss verschlossen wird, über die Extremität und schon kann es los gehen. Das können Sie auch zu Hause.

In kritischen Fällen empfehle ich die Anwendung vor dem Aufstehen, in der Mittagspause und zum Schlafengehen.

Dieses Therapiedichte kann keine Physiotherapiepraxis leisten und dafür gibt es auch kein Rezept. Für so ein Heimgerät aber doch, sofern wir die Wirkung bei Ihnen nachgewiesen haben. Da ich keine Kassenzulassung anstrebe, wäre das Rezept dann durch Vorstellung bei einem Kollegen mit Kassenzulassung zu erbitten oder Sie treten direkt an Ihre Kasse heran.

Bei privaten Krankenkassen können Sie mit meinem Rezept den Antrag auf Kostenübernahme für ein Heimgerät stellen. Die Abrechnung in der Praxis erfolgt nach GOÄ, Ziffer: 525 und 526

Gerne kombinieren wir die Lymphdrainage mit der intravenösen Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger, da auch hier interzelluläres Gewebswasser mobilisiert und damit der Niere zur Urinbildung zugeführt werden kann. Darüber hinaus hat sie eine entzündungshemmende Wirkung.

Auch bei der pAVK, der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, auch Schaufensterkrankheit genannt, manche sagen auch Raucherbein, obwohl das nicht die alleinige Ursache ist, kombinieren wir die Oxyvenierung mit der Lymphdrainage. Dabei stellen wir die niedrigsten Dücke ein, sodass die Blutgefäße herzwärts entleert werden und sich damit auch wieder mit sauerstoffreicherem Blut füllen können.

Da wir die Oxyvenierung nur schwierig als Heimanwendung anbieten können, denn dafür müssen wir einen Hausbesuch machen, empfehlen wir als durchblutungsverbessernde Ergänzung auch die Anwendung von niederfrequenter, niederenergetischer pulsierender Magnetfeldtherapie. Solche Geräte kann man mieten oder zu überschaubaren Preisen auch kaufen.

Studien von Frau Prof. Hübscher aus Jena zeigen laborchemische eine verbesserte Zellregulation unter der pulsierenden Magnetfelttherapie, Wärmebildaufnahmen zeigen auch eine verbesserte Durchblutung an.

Die Therapie ist Bestandteil des sogenannten Öffnet externen Link in neuem FensterHufeland-Verzeichnisses für naturheilkundliche Therapieverfahren und wird von mir gem. diesem abgerechnet. Die Kosten pro Anwendung betragen 7,84 €.

 


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